Die schönsten Seiten des Herbstes

Unsere Buch- und Lesereihe

Pisa war gestern! Seit 2004 engagiert sich die Stadthalle Tuttlingen mit einer eigenen Veranstaltungsreihe, die alljährlich im Oktober/November das Lesen in den Mittelpunkt des Interesses rückt: Der Tuttlinger Literaturherbst. Dazu laden wir für Sie an mehreren Abenden im Herbst interessante Autorinnen und Autoren mit ihren aktuellen Büchern ein oder veranstalten Programme zum Thema Literatur.

So wird Literatur zum Event … und es wird jedem, nicht nur erklärten Bücherwürmern, klar, wie viel Freude und Genuss ein Buch bereiten kann.

Für Vielleser und alle Interessierten, die sich gleich mehrere unser Buch- und Autorenabende anhören möchten, bieten wir ein im Preis stark reduziertes Literaturabo an. Schauen Sie mal hier

Das Programm 2022

Claudia Michelsen liest Marlene Dietrich

»Michelsen fesselt mit ihrer warmen Stimme und ihrer puristischen Lesung.«
Neue Presse, Hannover

Marlene – Ikone der Filmgeschichte, Vamp und Diva: Es sind die immer gleichen Legenden, die mit dem Namen der Dietrich (*1901  ꝉ 1992) verbunden werden, seitdem sie nach ihrem Triumph als fesche Lola im Film „Der blaue Engel“ Anfang der 30er Jahre auszog, von Berlin aus als blonde Venus die Welt zu erobern. Eine Schauspielerin, die widersprüchlicher, moderner und kompromissloser war, als jeder andere Hollywoodstar …

„Sag mir, wo die Blumen sind – Erinnerungen an Marlene Dietrich“ heißt das Programm zum Auftakt des Literaturherbsts 2022. Schauspielerin Claudia Michelsen zeichnet das Leben einer Frau nach, die bis heute Rätsel aufgibt; ihre wichtigsten Lebensstationen, die bedeutendsten Ereignisse und Begegnungen. Michelsen liest aus der  Dietrich-Autobiographie „Nehmt nur mein Leben“, Tochter Maria Rivas Biographie „Meine Mutter Marlene“ sowie Josef von Sternbergs Autobiographie.

Claudia Michelsen, 1969 in Dresden geboren, zählt zu den bekanntesten deutsche TV-Schauspielerinnen. Ihre Karriere begann sie in der DDR an der Volksbühne Berlin. Seit der Wiedervereinigung stand sie in weit über 110 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, u.a. seit 2013 als Magdeburger Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch in der ARD-Krimireihe „Polizeiruf 110“ oder zwischen 2016 und 2021 als Tanzschulleiterin Caterina Schöllack im ZDF-Mehrteiler „Ku’damm“.

RILKE PROJEKT "Das ist die Sehnsucht"

„Es ist Ernsthaftigkeit und Respekt im Umgang von Wort und Musik, was diese Produktion auszeichnet: sie ragt weit hinaus über die schnellen Geläufigkeiten des Popgeschäfts.“
FAZ

Europas erfolgreichstes, mit drei Goldauszeichnungen prämiertes Poesie-Projekt feiert sein 20. Jubiläum – u.a. besetzt mit Nina Hoger, Ralf Bauer sowie Schauspieler Dietmar Bär als Special Guest (u.a. „Tatort“ aus Köln) und einer hochkarätig besetzten Liveband. Hier wird Rilke auf zeitgemäße Art interpretiert, der Gehalt seiner zeitlosen Gedichte bleibt gewahrt, weil die Sound-Collagen des hochkarätig besetzten Lyrikprojekts der Sprache den nötigen Freiraum lassen. Die unvergleichliche Poesie Rilkes stößt auf ein breites musikalisches Spektrum, das vom klassischen Streicher Terzett bis zu zeitgemäßen, rollenden Hip-HopBeats reicht.

„Bis an alle Sterne“ hieß das erste Album des Rilke Projekts im März 2001. Zu den Albumgäste gehören seither u.a. Otto Sander, Nina Hagen, Mario Adorf, Peter Maffay, Montserrat Caballé, Ben Becker, Hardy Krüger, Udo Lindenberg, Hannelore Elsner, Clueso, Iris Berben oder Sir Peter Ustinov. Mit dem sechsten Studioalbum „das ist die SEHNSUCHT“ kommt das Projekt im Herbst 2022 an die Donau.

Der österreichische Lyriker Rainer Maria Rilke gilt als einer der größten und einflussreichsten deutschsprachigen Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts: So schrieb er etliche Erzählungen, einen Roman und Aufsätze zu Kunst und Kultur, die durch den starken Einfluss Arthur Schopenhauers und Friedrich Nietzsches selten einer scharfen kritischen Note entbehrten. Von Gedichten über Spaziergänge inmitten der Schönheit der Natur bis hin zu tiefgründigen lyrischen Meditationen und zutiefst lebensbejahenden Zyklen: Rilkes Gesamtwerk ist schier unerschöpflich.

ANDREA SAWATZKI liest "Brunnenstraße"

»Es ist die Geschichte einer Kindheit, die zum Teil so hart ist, dass einem bei der Lektüre buchstäblich der Atem stockt.«
NDR Kultur, Annemarie Stoltenberg

Keine Kindheit wie jede andere. Eine, die Andrea Sawatzki wie in einem Kurzfilm einfängt: 1971 wird der Journalist Günther Sawatzki von seiner Stelle in London abgezogen und geht zu seiner Familie nach Deutschland zurück. Aber er will sein altes Leben aufgeben und mit seiner Geliebten zusammen sein, mit der er eine Tochter hat: Andrea.

Doch bald stellt sich heraus, dass dieser weltläufige und gebildete Mann schwer krank ist. Das Geld wird knapp, die Mutter muss wieder als Nachtschwester arbeiten, und die zehnjährige Andrea kümmert sich um den dementen Vater, der launisch, ungeduldig und jähzornig ist. Es entspinnt sich ein geheimes Leben zwischen den beiden von Nähe und Entfremdung, Liebe und Überforderung. Bis zu seinem katastrophalen Ende.

Andrea Sawatzki, geboren 1963, gehört zu den bekanntesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen und erfolgreiche Autorin (u.a. mit dem Spiegel-Bestseller „Ein allzu braves Mädchen“). Sie lebt mit ihrem Mann, dem Schauspieler und Autor Christian Berkel, und ihren zwei Söhnen in Berlin.

JAKOB AUGSTEIN liest "Strömung"

»[Jakob Augstein] ist angekommen in der Literatur.«
DIE ZEIT

In seinem literarischen Debüt erzählt Jakob Augstein eindringlich von einem Mann unserer Zeit, deren Konturen zwischen politischen Umbrüchen, neuen Ideen und alten Bedrohungen immer schwerer auszumachen sind.Dass alte Gewissheiten schwinden, dass die Welt sich schneller ändert, als er es für möglich gehalten hätte, wird Misslinger ausgerechnet in den USA klar, dem Ort, der für ihn immer noch für Freiheit und eine bessere Zukunft steht. Hier verschwimmen die Grenzen von Traum und Wirklichkeit, und Misslinger realisiert, dass ihm sein Leben längst entglitten ist.

Jakob Augstein, geboren 1967, ist Journalist, Publizist, Kolumnist und Verleger. Er ist Miteigentümer der Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

 

Natalie Amiri liest "Afghanistan - Unbesiegter Verlierer"

»Natalie Amiris packender Bericht ist Pflichtlektüre für alle, die die Katastrophe Afghanistans und ihre Folgen verstehen wollen.«
Wolfgang Ischinger

Was bedeutet die Rückkehr der Taliban für die afghanische Bevölkerung? Welcher Zukunft sehen die Frauen des Landes entgegen? 100 Tage nach der Machtübernahme reist Natalie Amiri nach Afghanistan. Mit ihrem Buch verleiht sie Afghaninnen und Afghanen eine Stimme. „Natalie Amiri ist nicht nur Journalistin: Sie ist eine empathische Zuhörerin, eine anteilnehmende Beobachterin. Sie erstattet Bericht für Menschen, die genau dies nicht tun können, ohne dabei ihr Leben aufs Spiel zu setzen. So entsteht ein viel umfassenderes Bild von Afghanistan, als es jede News-Meldung je vermitteln könnte“, meint die Autorin und Kriegsberichterstatterin Düzen Tekkal, die die überparteiliche und unabhängige Bildungsinitiative #GermanDream gründete, die sich für die Vermittlung von gesellschaftlichen Werten einsetzt.

Natalie Amiri wurde 1978 in München geboren, di Mutter Deutsche, der Vater Iraner. Sie studierte Diplom-Orientalistik und Islamwissenschaft in Bamberg, Teheran und Damaskus. Seit 2011 vertritt sie die Korrespondenten in den ARD-Studios des BR, unter anderem in Istanbul, Athen und Rom. Seit 2014 moderiert sie den „ARD-Weltspiegel“ aus München sowie das BR-Europa-Magazin „Euroblick“. Von 2015 bis 2020 leitete Natalie Amiri das ARD-Büro in Teheran, bis zu einer Warnung des Auswärtigen Amtes, aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den Iran einzureisen. 2021 veröffentlichte sie ihr Buch „Zwischen den Welten – Von Macht und Ohnmacht im Iran“, das zum SPIEGEL-Bestseller wurde.

Miroslav Nemec liest "Kroatisches Roulette"

»’Kroatisches Roulette‘ ist mehr als nur ein originelles Rollenspiel mit der Kunstfigur „Nemec“. Es ist unterhaltsame Krimikost, mit gut dosierter Selbstironie.«
Kleine Zeitung, Österreich, Daniel Hadler

Miroslav Nemec, hat seinem erfolgreichen Krimi-Erstling „Die Toten von der Falkneralm“ einen zweiten Fall folgen lassen. Wieder tritt er selbst als Protagonist auf und die Spur weist in seine alte Heimat -Kroatien. Eigentlich führt er ein glückliches Leben, bis ein vermeintliches Zimmermädchen ihn in eine unangenehme Situation bringt. Geraten jetzt kompromittierende Fotos an die Öffentlichkeit? Ein dummer Scherz? Eine Verwechslung? Erpressung? Nemec muss es ganz allein herausfinden. Im kroatischen Rijeka findet er das Zimmermädchen, das in Wahrheit eine Stuntfrau ist, ermordet vor. Leider sprechen alle Indizien dafür, dass ausgerechnet er der Mörder sein muss. Doch das ist erst der Anfang einer Abwärtsspirale, die Nemec ins Verderben zu stürzen droht. In seinem zweiten Fall, der größtenteils in Kroatien spielt, gelingt Miroslav Nemec ein raffinierter Psychothriller in eigener Sache.

Miroslav Nemec, geboren 1954 in Zagreb, kam mit zwölf Jahren nach Deutschland und ist Schauspieler und zugleich ausgebildeter Fachlehrer für Musik. Er spielt seit 1991 im ARD »Tatort« den aus Kroatien stammenden Münchner Kommissar Ivo Batic. Der Schauspieler begann seine Laufbahn am Theater (u.a. Münchner Residenztheater) und steht seit Ende der 80er-Jahre in verschiedenen Rollen vor der Kamera. Als Musiker ist er u. a. mit der Miro Nemec Band aktiv. 1997 und 2001 wurden er und sein Kommissarkollege Udo Wachtveitl mit dem Goldenen Löwen und dem Bayerischen Filmpreis als beste Darsteller ausgezeichnet, 2011 erhielt Miroslav Nemec den Adolf-Grimme-Preis sowie den Bayerischen Verdienstorden. 2016 erschien sein erster Roman »Die Toten von der Falkneralm«.

Unser Gästeliste der vergangenen Jahre

2021
„Winterreise“:  Walter Sittler, Franziska Hölscher u.a.
„Blackbird“: Matthias Brand und Jens Thomas
„52 – ein Jahrgang, zwei Leben“: Ulli Potofski und Wolfgang Bosbach
„Frida Kahlo“: Suzanne von Borsody
„Schöner scheitern mit Ringelnatz“: Heike Feist und Andreas Nickl
„Eberhofer unterwegs“: Rita Falk mit Christian Tramitz und Florian Wagner

2020
„Acht Tage die Woche – Die Beatles und ich“:  Frank Goosen
„Der empfindsame Titan: Beethoven im Spiegel seiner Werke“: Christine Eichel

Weitere Lesungen und Autorenabende mussten aufgrund der Corona Pandemie in das Jahr 2021 verschoben werden.

2019
„Jeder lügt so gut er kann“: Harald Martenstein
„Milchschaumschläger“: Moritz Netenjakob
„Der blutrote Teppich“: Christof Weigold
„Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“: Manja Präkels (mit Thorsten Müller und Benjamin Hiesinger)
„Vom großen und kleinen Widerstand“: Heribert Prantl

2018
„Landschaften“:  Julia Jentsch, Franziska Hölscher und Lauma Skride
„Flamme sein! Hans Scholl und die weiße Rose“: Robert Zoske
„Heimatjahre“: Felix Huby
„Schlafen können wir später“: Zuszsa Bánk
„Vom Anstand in schwierigen Zeiten …“: Axel Hacke
„Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens“ Oliver Bottini

2017
„Die Zukunft des Buches“: Sascha Lobo
„Die schützende Hand“: Wolfgang Schorlau
„Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“: Iris Berben (mit Benjamin Moser, Klavier)
„Herbst in der Hose“: Ralf König
„Das Päckchen & Alt?“: Franz Hohler
„Druckfrisch empfohlen“: Denis Scheck

2016
„Da geht noch was“: Christine Westermann
„Ethik ist wichtiger als Religion“: Dr. Franz Alt
„Hinten sind Rezepte drin“: Katrin Bauerfeind
„Frauen.Geschichten.“: Andreas Altmann
„Papst Franziskus – Kämpfer im Vatikan“: Andreas Englisch

2015
„Der Crash ist die Lösung“: Marc Friedrich und Matthias Weik
„Arr ju launsam tuneit“: Thomas Rabenschlag (mit Max Lässer)
„Zukunftsmenü“: Sarah Wiener
„Märzgefallene“: Volker Kutscher
„Und Gott sprach: Du musst mir helfen!“: Hans Rath

2014
„Mein Leben mit dem Pubertier“: Jan Weiler
„hausenitraus – hauseraus“: Rondo Parlando
„Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich“: Helge Timmerberg
„Die Töchter des Herrn Wiederkehr“: Gunter Haug
„Wäre ich Du, würde ich mich lieben“: Horst Evers

 2013
„Freiheit statt Kapitalismus“: Sahra Wagenknecht
„Unterholz“: Jörg Maurer
„Das Beste aus 50 Jahren“: Thomas Gsella
„Durchgeritten. Alles von Karl May“: Andreas Wellano
„Oberst von Huhn und andere Geschichten“: Axel Hacke

2012
„Was Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind“: Franzobel
„Respekt: Heimweh nach Menschlichkeit“: Renan Demirkan
„Die Chefin verzichtet auf demonstratives Frieren“: Max Goldt
„Mein wirst Du bleiben“: Petra Busch
„Die Zukunft des Kapitalismus“: Dr. Frank Schirrmacher

2011
„Schutzpatron“: Volker Klüpfel und Michael Kobr
„Schwarze Orangen“: Martina Brandl
„Jeden Tag, jede Stunde“: Natasa Dragnic
„Freitisch“: Uwe Timm
„Das Beste aus aller Welt“: Axel Hacke

2010
„Armer Hebel“: Nina Hoger
„Goethe und Schiller“: Rüdiger Safranski
„Seichtgebiete“: Michael Jürgs
„Der Kampf geht weiter“: Harry Rowohlt
„Unvollständige Erinnerungen“: Inge Jens

2009
„Mängelexemplar“: Sarah Kuttner
„Rauhnacht – Kluftingers neuer Fall“: Volker Klüpfel und Michael Kobr
„Bangkok noir“: Roger Willemsen
„Aus der schönen neuen Welt“: Günter Wallraff
„Grau ist bunt – Was im Alter möglich ist“: Henning Scherf
„Die Erfindung des Lebens“: Hanns-Josef Ortheil

2008
„Schöne Frauen lesen“: Ulrike Draesner
„Bruderdienst“: Jacques Berndorf
„Ali zum Dessert“: Hatice Akün
„Drachenssat“: Jan Weiler
„Will denn in China kein Sack Reis mehr umfallen?“: Wiglaf Droste

2007
„Die Findelfrau“: Julia Karnick
„Mörderisches Bayern – Ein Inspektor jenseits des Klischees“: Udo Wachtveitl
„Süßer Vogel Jugend“: Hellmuth Karasek
„Die Findelfrau“: Amelie Fried
„Schwaben und andere Katastrophen“: Ulrich Kienzle

2006
„Aghanische Reise“: Roger Willemsen
„Die Champagnerdiät“: Hera Lind
„Erlesene Verbrechen und makellose Morde“: Charles Brauer
„Titanic Twentyfive“: Titanic Boygroup
„Taubenherz und Geierschnabel, Heinrich Heine“: Prof. Dr. Fritz J. Raddatz

2005
„Katias Mutter – das außergewöhnliche Leben …“: Inge und Walter Jens
„Götterdämmerung“: Tanja Kinkel
„Tells Tochter. Julie Bondeli und die Zeit der Freiheit“: Eveline Hasler
„Warum so traurig?“: Alexa Hennig von Lange
„Russendisko“: Wladimir Kaminer

2004
„Rabenbrüder“: Ingrid Noll
„Leben lernen“: Peter Härtling
„Die Rückkehr der Templerin“: Wolfgang Hohlbein
„Das Spardosenterzett“: mit Wiglaf Droste und Vincent Klink
„Über die Liebe, Götter, Rasenmähen … „: Renan Demirkan
„Hitler – Die Deutschen und ihr Führer“: Rafael Seligmann
„Auf der Flucht“: Hellmuth Karasek

 

 

 

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