Die schönsten Seiten des Herbstes

Unsere Buch- und Lesereihe

Pisa war gestern! Seit 2004 engagiert sich die Stadthalle Tuttlingen mit einer eigenen Veranstaltungsreihe, die alljährlich im Oktober/November das Lesen in den Mittelpunkt des Interesses rückt: Der Tuttlinger Literaturherbst. Dazu laden wir für Sie an mehreren Abenden im Herbst interessante Autorinnen und Autoren mit ihren aktuellen Büchern ein oder veranstalten Programme zum Thema Literatur.

So wird Literatur zum Event … und es wird jedem, nicht nur erklärten Bücherwürmern, klar, wie viel Freude und Genuss ein Buch bereiten kann.

Für Vielleser und alle Interessierten, die sich gleich mehrere unser Buch- und Autorenabende anhören möchten, bieten wir ein im Preis stark reduziertes Literaturabo an. Schauen Sie mal hier

Das Programm 2020

Iris Berben und Anke Engelke lesen "Komisch"

„Ihre Stimmen und ihre Gestik schienen den ausgewählten Texten schon eine Komik zu verleihen – und ihre eigenen komischen Anekdoten.“
(Göttinger Tagblatt)

Was ist komisch? Ist komisch lustig? Oder meint komisch seltsam? Im Duden stehen dazu folgende Einträge: durch eigenartige Wesenszüge belustigend in seiner Wirkung, zum Lachen reizend und: sonderbar, seltsam; mit jemandes Vorstellungen, Erwartungen nicht in Einklang zu bringen. Belustigend oder sonderbar? Kennt man, gibt’s schon lange. Man lacht oder wundert sich. Aber wer lacht an welcher Stelle? Und wer schüttelt verwundert den Kopf?

Natürlich gibt es so etwas auch zwischen zwei Buchdeckeln! Iris Berben und Anke Engelke mögen das Komische – und lesen sich in ihrer ersten gemeinsamen Bühnenarbeit einen Abend lang durch die schönsten Beispiele. Von Werner Finck bis David Foster Wallace, von Voltaire bis Monty Python, von Favell Lee Mortimerbis zu Friederike Kempner. Es wird bestimmt ein komischer Abend. Aber: Was ist jetzt nochmal komisch?

Iris Berben gehört zur Elite im deutschen Schauspielbusiness. Seit ihrem ersten Kinofilm „Detektive“ (1969) stellt sie ihr Talent in  Filmen und Serien, im Kino und im TV, in Komödie oder Drama unter Beweis. Im Laufe ihrer langen Karriere wurde sie schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (u.a. mehrfach die Goldene Kamera, den Bambi und den Grimme-Preis). Anke Engelke, die Komikerin, Schauspielerin, Sängerin, Synchronsprecherin und Fernsehmoderatorin mit Radiovergangenheit bei SWR3, ist eine der erfolgreichsten Entertainerinnen Deutschlands und im TV fast dauerpräsent.

Frank Goosen liest „Acht Tage die Woche - die Beatles und ich“

„Ob es die fein verfilmten Friedensbewegungsmemoiren „Liegen lernen“ waren oder ob es jetzt der neue Roman ist – Frank Goosen schreibt sich am liebsten in Erinnerungen hinein, um dann in ihnen spazieren zu gehen (…) und danach abzugleichen, was von alledem noch in die Gegenwart zu retten ist – oder am besten für immer vergessen gehört.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Kurz nach Frank Goosens Geburt hörten die Beatles auf, Konzerte zu geben. Der Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen ist unter Historikern umstritten. Goosen aber findet: Das kann kein Zufall sein. Dass Goosen  Beatles-Fan wurde, hatte mit Schwarzarbeit zu tun. Mit den Worten „Gib mir kein Geld, gib mir lieber ein paar Platten für meinen Jungen!“ ließ Goosen Senior sich Ende der Siebziger von einem Elektrohändler für ein paar nach Feierabend angeschlossene Steckdosen mit Beatles-Scheiben bezahlen. Damit war es um den 13-jährigen geschehen. Der kleine Frank verfiel den Fab Four und kam nie wieder von ihnen los. Nur hat er bisher wenig darüber geschrieben. Das hat er nun geändert und lässt sich auf Buchlänge über seine Lieblingsband aus. Ihm  gelingt eine anrührende, spannende und sehr witzige Liebeserklärung an die größte Band aller Zeiten – kenntnisreich, berührend-persönlich und irre witzig!

Der Bochumer Kabarettist und Autor Frank Goosen bietet seit über 20 Jahren pointensicheres literarisches Entertainment. Er veröffentlichte mehrere Bestseller (u.a. „Liegen lernen“ oder „Sommerfest), die auch für das Kino verfilmt wurden.

Christine Eichel liest "Der empfindsame Titan"

„Christine Eichels Biografie ist ein Meisterwerk, weil die Autorin ihre fundierten Kenntnisse als Musikwissenschaftlerin kombiniert mit einer fulminanten Lust am Erzählen. Sprachlich hinreißend, historisch spannend und bei aller Faktendichte dennoch höchst unterhaltsam gerät ihr literarischer Beitrag zum Beethovenjahr.“
(Maria Osssowski, ARD Kulturkorrespondentin)

Er ist der Rockstar seiner Zeit: schwierige Kindheit, rebellisches Künstlertum, provokatives Auftreten – dennoch wird er von allen bejubelt. Wohltemperiert ist so gar nichts an diesem Komponisten. Er düpiert Freund und Feind, kennt die richtigen Leute und liebt die falschen Frauen.

„Der empfindsame Titan – Ludwig van Beethoven im Spiegel seiner wichtigsten Werke“ erzählt die fesselnde Geschichte eines Nonkonformisten. Ebenso informativ wie unterhaltsam führt das Buch in den geistigen Kosmos Beethovens, berichtet von Liebeskomplikationen und bizarren Launen, von notorischen Geldnöten und eruptivem Humor. Jenseits gängiger Mythen wird Beethoven auf neue Weise erfahrbar: als Ausnahmekünstler, der kein musikalischer Dienstleister mehr sein will, als Revolutionär, dessen Musik bis heute berührt.

Dr. Christine Eichel (* 1959, Buer, Niedersachsen) studierte nach dem Abitur in Hamburg Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft. Danach war sie Lehrbeauftragte an der Uni Hamburg und schuf als Autorin und Regisseurin etliche Filme über verschiedene Schriftsteller und Musiker. Für Sie moderierte für NDR und SFB , schrieb für „Die Woche“ und leitete von 2004 bis 2010 das Kulturressort der Zeitschrift „Cicero“, danach die gleiche Abteilung bei „Focus“. Sie lebt als freie Autorin und Moderatorin in Berlin und veröffentlichte u.a. acht Romanen über aktuelle gesellschaftliche Themen und diverse Sachbücher.

"Eberhofer unterwegs“ mit Rita Falk, Christian Tramitz und Florian Wagner

„Es sind auch im neuen Buch wieder die zwischenmenschlichen Reibereien, die treffend und irgendwie, trotz aller Komik, zu Herzen gehend dargestellt sind, die Rita Falks Eberhofer-Krimis in eine ganz eigene Liga katapultieren.“
(Ulrike Sárkány, NDR Kultur)

Mit dem Programm „Die Oma wird ned g’schubst!“ sind Bestsellerautorin Rita Falk, Christian Tramitz und Florian Wagner unterwegs. Ein launiger Abend mit einem rotzfrechem Mix der Highlights aus zehn Jahren Provinzkrimi rund um Niederkaltenkirchen.

Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (›Winterkartoffelknödel‹, ›Dampfnudelblues‹, ›Schweinskopf al dente‹, ›Grießnockerlaffäre‹ und ›Sauerkrautkrautkoma‹) sowie den Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ in die Herzen ihrer Leser geschrieben.

Matthias Brandt & Jens Thomas "Blackbird"

„So schön treffend und rührend wie in „Blackbird“ wurde die (oft erzählte) Jugend schon lange nicht mehr beschrieben.“
(Süddeutsche Zeitung)

Als der 15-jährige Morten Schumacher, genannt Motte, einen Anruf bekommt, ist in seinem Leben nichts mehr, wie es einmal war. Sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank. Kurz danach fährt Jacqueline Schmiedebach vom Einstein Gymnasium auf einem Hollandrad an ihm vorbei, und die nächste Erschütterung nimmt ihren Lauf. Zwischen diesen beiden Polen, der Möglichkeit des Todes und der Möglichkeit der Liebe, spitzen sich die Ereignisse immer weiter zu, geraten außer Kontrolle und stellen Motte vor unbekannte, schmerzhafte Herausforderungen.

„Blackbird“, der erste Roman von Matthias Brandt, erzählt von Liebe, Freundschaft, Komik und die Tragik des Lebens. Motte, Bogi und all die anderen Figuren dieses Ausnahmeromans wird man nicht mehr vergessen.

Nach den erfolgreichen Programmen „Psycho“, „Life“ und „Krankenakte Robert Schumann“ der neue Abend von Schauspielstar und Autor Matthias Brandt (*1961 in Berlin) und Pianist Jens Thomas (*1970 in Braunschweig).

Suzanne von Borsody liest "Frida Kahlo"

„Frida Kahlos Briefe und Gedichte sind weit geöffnete Fenster zum Seelenleben dieser exzentrischen Frau. Sie werden wunderbar interpretiert von der Schauspielerin Suzanne von Borsody, musikalisch in Szene gesetzt durch das Trio Azul, atemlos aufgesogen vom Publikum.“
(Stuttgarter Zeitung)

In Briefen, Gedichten und Tagebucheintragungen lässt Suzanne von Borsody die große Malerin zu Wort kommen. Es sind intime, offenherzige Bekenntnisse, die von großem Humor und unbändiger Lebensfreude, aber auch von innerer Zerrissenheit zeugen. Frida Kahlo erzählt  mit „dem Herz auf der Zunge“. Und die extreme Freiheit ihrer Sprache ist der erste Schritt zur bedingungslosen Aufrichtigkeit. So entsteht im Zusammenklang mit der Musik des Trio Azul  ein leidenschaftliches, ein spannendes musikalisch-literarisches Porträt. Hier kommt die berühmte mexikanische Malerin selbst zu Wort. Und nur sie. Und die fantasiereichen Zeugnisse eines außergewöhnlichen Lebens sind ein Genuss – nicht nur für Frida-Kahlo-Fans.

1957 in München geboren, zählt Suzanne von Borsody zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen. Der Spiegel nannte sie einst „ein künstlerisches Kraftpaket“. Dabei wollte die Tochter des Schauspielerehepaars Rosemarie Fendel und Hans von Borsody eigentlich Malerin werden. Nach Rollen an wichtigen Schauspielhäusern avancierte sie schnell zu einer der gefragtesten Darstellerinnen für Charakter-Rollen in Film und Fernsehen. Für das Drama „Justiz“ von H. W. Geissendörfer wurde sie im Jahr 1993 für den  Oscar nominiert, später erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. die „Goldene Kamera“, den Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis.

Unser Gästeliste der vergangenen Jahre

2019
„Jeder lügt so gut er kann“: Harald Martenstein
„Milchschaumschläger“: Moritz Netenjakob
„Der blutrote Teppich“: Christof Weigold
„Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“: Manja Präkels (mit Thorsten Müller und Benjamin Hiesinger)
„Vom großen und kleinen Widerstand“: Heribert Prantl

2017
„Die Zukunft des Buches“: Sascha Lobo
„Die schützende Hand“: Wolfgang Schorlau
„Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“: Iris Berben (mit Benjamin Moser, Klavier)
„Herbst in der Hose“: Ralf König
„Das Päckchen & Alt?“: Franz Hohler
„Druckfrisch empfohlen“: Denis Scheck

2015
„Der Crash ist die Lösung“: Marc Friedrich und Matthias Weik
„Arr ju launsam tuneit“: Thomas Rabenschlag (mit Max Lässer)
„Zukunftsmenü“: Sarah Wiener
„Märzgefallene“: Volker Kutscher
„Und Gott sprach: Du musst mir helfen!“: Hans Rath

2013
„Freiheit statt Kapitalismus“: Sahra Wagenknecht
„Unterholz“: Jörg Maurer
„Das Beste aus 50 Jahren“: Thomas Gsella
„Durchgeritten. Alles von Karl May“: Andreas Wellano
„Oberst von Huhn und andere Geschichten“: Axel Hacke

2011
„Schutzpatron“: Volker Klüpfel und Michael Kobr
„Schwarze Orangen“: Martina Brandl
„Jeden Tag, jede Stunde“: Natasa Dragnic
„Freitisch“: Uwe Timm
„Das Beste aus aller Welt“: Axel Hacke

2009
„Mängelexemplar“: Sarah Kuttner
„Rauhnacht – Kluftingers neuer Fall“: Volker Klüpfel und Michael Kobr
„Bangkok noir“: Roger Willemsen
„Aus der schönen neuen Welt“: Günter Wallraff
„Grau ist bunt – Was im Alter möglich ist“: Henning Scherf
„Die Erfindung des Lebens“: Hanns-Josef Ortheil

2007
„Die Findelfrau“: Julia Karnick
„Mörderisches Bayern – Ein Inspektor jenseits des Klischees“: Udo Wachtveitl
„Süßer Vogel Jugend“: Hellmuth Karasek
„Die Findelfrau“: Amelie Fried
„Schwaben und andere Katastrophen“: Ulrich Kienzle

2005
„Katias Mutter – das außergewöhnliche Leben …“: Inge und Walter Jens
„Götterdämmerung“: Tanja Kinkel
„Tells Tochter. Julie Bondeli und die Zeit der Freiheit“: Eveline Hasler
„Warum so traurig?“: Alexa Hennig von Lange
„Russendisko“: Wladimir Kaminer

2018
„Landschaften“:  Julia Jentsch, Franziska Hölscher und Lauma Skride
„Flamme sein! Hans Scholl und die weiße Rose“: Robert Zoske
„Heimatjahre“: Felix Huby
„Schlafen können wir später“: Zuszsa Bánk
„Vom Anstand in schwierigen Zeiten …“: Axel Hacke
„Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens“ Oliver Bottini


2016

„Da geht noch was“: Christine Westermann
„Ethik ist wichtiger als Religion“: Dr. Franz Alt
„Hinten sind Rezepte drin“: Katrin Bauerfeind
„Frauen.Geschichten.“: Andreas Altmann
„Papst Franziskus – Kämpfer im Vatikan“: Andreas Englisch

2014
„Mein Leben mit dem Pubertier“: Jan Weiler
„hausenitraus – hauseraus“: Rondo Parlando
„Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich“: Helge Timmerberg
„Die Töchter des Herrn Wiederkehr“: Gunter Haug
„Wäre ich Du, würde ich mich lieben“: Horst Evers

2012
„Was Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind“: Franzobel
„Respekt: Heimweh nach Menschlichkeit“: Renan Demirkan
„Die Chefin verzichtet auf demonstratives Frieren“: Max Goldt
„Mein wirst Du bleiben“: Petra Busch
„Die Zukunft des Kapitalismus“: Dr. Frank Schirrmacher

2010
„Armer Hebel“: Nina Hoger
„Goethe und Schiller“: Rüdiger Safranski
„Seichtgebiete“: Michael Jürgs
„Der Kampf geht weiter“: Harry Rowohlt
„Unvollständige Erinnerungen“: Inge Jens


2008

„Schöne Frauen lesen“: Ulrike Draesner
„Bruderdienst“: Jacques Berndorf
„Ali zum Dessert“: Hatice Akün
„Drachenssat“: Jan Weiler
„Will denn in China kein Sack Reis mehr umfallen?“: Wiglaf Droste

2006
„Aghanische Reise“: Roger Willemsen
„Die Champagnerdiät“: Hera Lind
„Erlesene Verbrechen und makellose Morde“: Charles Brauer
„Titanic Twentyfive“: Titanic Boygroup
„Taubenherz und Geierschnabel, Heinrich Heine“: Prof. Dr. Fritz J. Raddatz

2004
„Rabenbrüder“: Ingrid Noll
„Leben lernen“: Peter Härtling
„Die Rückkehr der Templerin“: Wolfgang Hohlbein
„Das Spardosenterzett“: mit Wiglaf Droste und Vincent Klink
„Über die Liebe, Götter, Rasenmähen … „: Renan Demirkan
„Hitler – Die Deutschen und ihr Führer“: Rafael Seligmann
„Auf der Flucht“: Hellmuth Karasek

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