Die schönsten Seiten des Herbstes

Unsere Buch- und Lesereihe

Pisa war gestern! Seit 2004 engagiert sich die Stadthalle Tuttlingen mit einer eigenen Veranstaltungsreihe, die alljährlich im Oktober/November das Lesen in den Mittelpunkt des Interesses rückt: Der Tuttlinger Literaturherbst. Dazu laden wir für Sie an mehreren Abenden im Herbst interessante Autorinnen und Autoren mit ihren aktuellen Büchern ein oder veranstalten Programme zum Thema Literatur.

So wird Literatur zum Event … und es wird jedem, nicht nur erklärten Bücherwürmern, klar, wie viel Freude und Genuss ein Buch bereiten kann.

Für Vielleser und alle Interessierten, die sich gleich mehrere unser Buch- und Autorenabende anhören möchten, bieten wir ein im Preis stark reduziertes Literaturabo an. Schauen Sie mal hier

Das Programm 2021

Franz Schuberts "Winterreise" - Ein musikalisch-literarischer Abend

Ein besonderer, musikalisch-literarischer Abend eröffnet den „18. Tuttlinger Literaturherbst“: Auf dem Programm des Rezitationskonzerts steht Franz Schuberts berühmter Liedzyklus „Winterreise“ mit Texten von Wilhelm Müller, auf die Bühne gebracht von Schauspieler Walter Sittler (Rezitation), Franziska Hölscher (Violine) u.a.

Der Schauspieler Walter Sittler, u.a. mit dem Erich-Kästner-Preis für Literatur (für die Bühnenproduktion „Als ich ein kleiner Junge war“), dem Adolf-Grimme-Preis und dem Sonderpreis „Goldene Rose“ in Montreux (jeweils für die RTL-Comedy „Nikola“) ausgezeichnet, wurde mit der ZDF-Serie „Der Kommissar und das Meer“ bekannt. Er zählt heute zu den beliebtesten Fernseh-Schauspielern im deutschsprachigen Raum. An diesem Abend rezitiert der gebürtige Amerikaner und Salem-Schüler Texte und Gedichte von Franz Schubert und seinen Zeitgenossen. Neben seiner künstlerischen Arbeit erhebt Sittler regelmäßig seine Stimme zu gesellschaftspolitisch relevanten Fragen und überzeugt durch sein Engagement für Bildung und Demokratie.

Geigerin Franziska Hölscher war bereits mit Schauspielerin Julia Jentsch und ihrer Hommage „Landschaften“ an Roger Willemsen in Tuttlingen zu Gast und belegt mit der gleichnamigen CD aktuell Spitzenplätze in den Albumcharts.

 

Matthias Brandt & Jens Thomas "Blackbird"

“So schön treffend und rührend wie in “Blackbird” wurde die (oft erzählte) Jugend schon lange nicht mehr beschrieben.”
(Süddeutsche Zeitung)

Als der 15-jährige Morten Schumacher, genannt Motte, einen Anruf bekommt, ist in seinem Leben nichts mehr, wie es einmal war. Sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank. Kurz danach fährt Jacqueline Schmiedebach vom Einstein Gymnasium auf einem Hollandrad an ihm vorbei, und die nächste Erschütterung nimmt ihren Lauf. Zwischen diesen beiden Polen, der Möglichkeit des Todes und der Möglichkeit der Liebe, spitzen sich die Ereignisse immer weiter zu, geraten außer Kontrolle und stellen Motte vor unbekannte, schmerzhafte Herausforderungen.

“Blackbird”, der erste Roman von Matthias Brandt, erzählt von Liebe, Freundschaft, Komik und die Tragik des Lebens. Motte, Bogi und all die anderen Figuren dieses Ausnahmeromans wird man nicht mehr vergessen.

Nach den erfolgreichen Programmen “Psycho”, “Life” und “Krankenakte Robert Schumann” der neue Abend von Schauspielstar und Autor Matthias Brandt (*1961 in Berlin) und Pianist Jens Thomas (*1970 in Braunschweig).

Ulli Potofski/Wolfgang Bosbach
"52 - ein Jahrgang, zwei Leben"

„Das Buch bietet Tiefgang – Philosophie, Religion, Politik, Sport , Musik, Krankheiten und Erinnerungen – aber letztlich auch die Erkenntnis: Egal, ob Du im Bundestag gesessen hast oder bei RTL Dominosteine kommentiert hast, die umgefallen sind – es ist die pure Lust am Leben und wir erzählen, was uns verbindet.“
(Ulli Potofski)

Zwei Menschen, in unterschiedlichen Milieus groß geworden, unterschiedlich sozialisiert, mit verschiedenen, teilweise entgegengesetzten weltanschaulichen bzw. politischen Vorstellungen ausgestattet, tauschen sich aus: über Gott und die Welt, über ihre Wahrnehmung und Bewertung historischer Ereignisse, über ihre musikalischen Vorlieben, ihren Lieblings-Fußballclub, über Liebe, Ehe und Partnerschaft, Krankheiten, ihre Ängste, Wünsche und Hoffnungen, ihr Denken und Fühlen, ihre Werte und Moralvorstellungen Dabei werden ihre ganz individuellen Erlebnisse und Erfahrungen sowie ihre Begegnungen mit den verschiedensten Menschen in unterhaltsamer Form wiedergegeben und immer wieder gegenübergestellt.

Beide, Wolfgang Bosbach und Ulli Potofski, sind meinungsstarke und darüber hinaus authentische und ehrliche Persönlichkeiten, die viel zu erzählen haben. Den äußeren Rahmen der Gespräche bildet die Chronologie der historischen Zeitläufte. So wird jedes Jahrzehnt und die jeweils wichtigen politischen und gesellschaftlichen Ereignisse zur Grundlage der Unterhaltungen.

Wolfgang Bosbach ist ein profilierter Politiker, dessen Meinung – auch nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag – nach wie vor gefragt ist. Dabei vertritt er ehrlich und authentisch seine Positionen. Ulli Potofski – eine Ikone des Sportjournalismus in Deutschland – kennt sich wie kaum ein anderer in der Welt der Medien aus. Seit vielen Jahren widmet er sich intensiv der Leseförderung und ist als Kinderbuchautor erfolgreich.

Suzanne von Borsody liest "Frida Kahlo"

„Frida Kahlos Briefe und Gedichte sind weit geöffnete Fenster zum Seelenleben dieser exzentrischen Frau. Sie werden wunderbar interpretiert von der Schauspielerin Suzanne von Borsody, musikalisch in Szene gesetzt durch das Trio Azul, atemlos aufgesogen vom Publikum.“
(Stuttgarter Zeitung)

In Briefen, Gedichten und Tagebucheintragungen lässt Suzanne von Borsody die große Malerin zu Wort kommen. Es sind intime, offenherzige Bekenntnisse, die von großem Humor und unbändiger Lebensfreude, aber auch von innerer Zerrissenheit zeugen. Frida Kahlo erzählt  mit „dem Herz auf der Zunge“. Und die extreme Freiheit ihrer Sprache ist der erste Schritt zur bedingungslosen Aufrichtigkeit. So entsteht im Zusammenklang mit der Musik des Trio Azul  ein leidenschaftliches, ein spannendes musikalisch-literarisches Porträt. Hier kommt die berühmte mexikanische Malerin selbst zu Wort. Und nur sie. Und die fantasiereichen Zeugnisse eines außergewöhnlichen Lebens sind ein Genuss – nicht nur für Frida-Kahlo-Fans.

1957 in München geboren, zählt Suzanne von Borsody zu den erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen. Der Spiegel nannte sie einst „ein künstlerisches Kraftpaket“. Dabei wollte die Tochter des Schauspielerehepaars Rosemarie Fendel und Hans von Borsody eigentlich Malerin werden. Nach Rollen an wichtigen Schauspielhäusern avancierte sie schnell zu einer der gefragtesten Darstellerinnen für Charakter-Rollen in Film und Fernsehen. Für das Drama „Justiz“ von H. W. Geissendörfer wurde sie im Jahr 1993 für den  Oscar nominiert, später erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. die „Goldene Kamera“, den Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis.

"Schöner scheitern mit Ringelnatz"
mit Heike Feist und Andreas Nickl

„Feist und Nickl gelang es großartig, das Drama dieses Lebens in Texten von Ringelnatz, verbunden mit eigenen Texten, zur Biografie werden zu lassen.“
(Augsburger Allgemeine     )

Sind Sie auch schon mal auf die Schnauze geflogen? Haben Sie auch schon probiert mit der Deutschen Bahn pünktlich an Ihr Ziel zu kommen? Steckte Ihr Wohnungsschlüssel auch schon mal drinnen und Sie waren draußen? Es gibt Tage da ist einfach komplett der Wurm drin. Heike Feist und Andreas Nickl kennen das. Deshalb haben sie sich auf die Fahne geschrieben, überaus stilvoll zu versagen – auf einer Reise durch das Leben des großartigen Dichters Joachim Ringelnatz, einem kleinen Mann mit großer Phantasie, der das Scheitern und Wiederaufstehen bestens beherrschte.

In 100 Minuten werden sie markante Lebensstationen sowie die Beziehung zu Muschelkalk – seiner Frau – beleuchtet und Unbekanntes zu Tage gefördert. Lassen Sie sich verführen mit Ringelnatz`schem Blick auf die Welt des Scheiterns zu schauen. Denn hinter jeder verpassten Ausfahrt kann auch ein Lächeln lauern.

Ein Theaterabend mit Papierrequisiten und Papierkostümen.

"Eberhofer unterwegs - Die Oma wird ned g'schubst“
mit Rita Falk, Christian Tramitz und Florian Wagner

„Es sind auch im neuen Buch wieder die zwischenmenschlichen Reibereien, die treffend und irgendwie, trotz aller Komik, zu Herzen gehend dargestellt sind, die Rita Falks Eberhofer-Krimis in eine ganz eigene Liga katapultieren.“
(Ulrike Sárkány, NDR Kultur)

Mit dem Programm „Die Oma wird ned g’schubst!“ sind Bestsellerautorin Rita Falk, Christian Tramitz und Florian Wagner unterwegs. Ein launiger Abend mit einem rotzfrechem Mix der Highlights aus zehn Jahren Provinzkrimi rund um Niederkaltenkirchen.

Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (›Winterkartoffelknödel‹, ›Dampfnudelblues‹, ›Schweinskopf al dente‹, ›Grießnockerlaffäre‹ und ›Sauerkrautkrautkoma‹) sowie den Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ in die Herzen ihrer Leser geschrieben.

 

Unser Gästeliste der vergangenen Jahre

2020
„Acht Tage die Woche – Die Beatles und ich“:  Frank Goosen
„Der empfindsame Titan: Beethoven im Spiegel seiner Werke“: Christine Eichel

Weitere Lesungen und Autorenabende mussten aufgrund der Corona Pandemie in das Jahr 2021 verschoben werden.

 

2018
„Landschaften“:  Julia Jentsch, Franziska Hölscher und Lauma Skride
„Flamme sein! Hans Scholl und die weiße Rose“: Robert Zoske
„Heimatjahre“: Felix Huby
„Schlafen können wir später“: Zuszsa Bánk
„Vom Anstand in schwierigen Zeiten …“: Axel Hacke
„Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens“ Oliver Bottini

2016
„Da geht noch was“: Christine Westermann
„Ethik ist wichtiger als Religion“: Dr. Franz Alt
„Hinten sind Rezepte drin“: Katrin Bauerfeind
„Frauen.Geschichten.“: Andreas Altmann
„Papst Franziskus – Kämpfer im Vatikan“: Andreas Englisch

2014
„Mein Leben mit dem Pubertier“: Jan Weiler
„hausenitraus – hauseraus“: Rondo Parlando
„Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich“: Helge Timmerberg
„Die Töchter des Herrn Wiederkehr“: Gunter Haug
„Wäre ich Du, würde ich mich lieben“: Horst Evers

2012
„Was Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind“: Franzobel
„Respekt: Heimweh nach Menschlichkeit“: Renan Demirkan
„Die Chefin verzichtet auf demonstratives Frieren“: Max Goldt
„Mein wirst Du bleiben“: Petra Busch
„Die Zukunft des Kapitalismus“: Dr. Frank Schirrmacher

2010
„Armer Hebel“: Nina Hoger
„Goethe und Schiller“: Rüdiger Safranski
„Seichtgebiete“: Michael Jürgs
„Der Kampf geht weiter“: Harry Rowohlt
„Unvollständige Erinnerungen“: Inge Jens


2008

„Schöne Frauen lesen“: Ulrike Draesner
„Bruderdienst“: Jacques Berndorf
„Ali zum Dessert“: Hatice Akün
„Drachenssat“: Jan Weiler
„Will denn in China kein Sack Reis mehr umfallen?“: Wiglaf Droste

2006
„Aghanische Reise“: Roger Willemsen
„Die Champagnerdiät“: Hera Lind
„Erlesene Verbrechen und makellose Morde“: Charles Brauer
„Titanic Twentyfive“: Titanic Boygroup
„Taubenherz und Geierschnabel, Heinrich Heine“: Prof. Dr. Fritz J. Raddatz

2004
„Rabenbrüder“: Ingrid Noll
„Leben lernen“: Peter Härtling
„Die Rückkehr der Templerin“: Wolfgang Hohlbein
„Das Spardosenterzett“: mit Wiglaf Droste und Vincent Klink
„Über die Liebe, Götter, Rasenmähen … „: Renan Demirkan
„Hitler – Die Deutschen und ihr Führer“: Rafael Seligmann
„Auf der Flucht“: Hellmuth Karasek

2019
„Jeder lügt so gut er kann“: Harald Martenstein
„Milchschaumschläger“: Moritz Netenjakob
„Der blutrote Teppich“: Christof Weigold
„Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“: Manja Präkels (mit Thorsten Müller und Benjamin Hiesinger)
„Vom großen und kleinen Widerstand“: Heribert Prantl

2017
„Die Zukunft des Buches“: Sascha Lobo
„Die schützende Hand“: Wolfgang Schorlau
„Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“: Iris Berben (mit Benjamin Moser, Klavier)
„Herbst in der Hose“: Ralf König
„Das Päckchen & Alt?“: Franz Hohler
„Druckfrisch empfohlen“: Denis Scheck

2015
„Der Crash ist die Lösung“: Marc Friedrich und Matthias Weik
„Arr ju launsam tuneit“: Thomas Rabenschlag (mit Max Lässer)
„Zukunftsmenü“: Sarah Wiener
„Märzgefallene“: Volker Kutscher
„Und Gott sprach: Du musst mir helfen!“: Hans Rath

2013
„Freiheit statt Kapitalismus“: Sahra Wagenknecht
„Unterholz“: Jörg Maurer
„Das Beste aus 50 Jahren“: Thomas Gsella
„Durchgeritten. Alles von Karl May“: Andreas Wellano
„Oberst von Huhn und andere Geschichten“: Axel Hacke

2011
„Schutzpatron“: Volker Klüpfel und Michael Kobr
„Schwarze Orangen“: Martina Brandl
„Jeden Tag, jede Stunde“: Natasa Dragnic
„Freitisch“: Uwe Timm
„Das Beste aus aller Welt“: Axel Hacke

2009
„Mängelexemplar“: Sarah Kuttner
„Rauhnacht – Kluftingers neuer Fall“: Volker Klüpfel und Michael Kobr
„Bangkok noir“: Roger Willemsen
„Aus der schönen neuen Welt“: Günter Wallraff
„Grau ist bunt – Was im Alter möglich ist“: Henning Scherf
„Die Erfindung des Lebens“: Hanns-Josef Ortheil

2007
„Die Findelfrau“: Julia Karnick
„Mörderisches Bayern – Ein Inspektor jenseits des Klischees“: Udo Wachtveitl
„Süßer Vogel Jugend“: Hellmuth Karasek
„Die Findelfrau“: Amelie Fried
„Schwaben und andere Katastrophen“: Ulrich Kienzle

2005
„Katias Mutter – das außergewöhnliche Leben …“: Inge und Walter Jens
„Götterdämmerung“: Tanja Kinkel
„Tells Tochter. Julie Bondeli und die Zeit der Freiheit“: Eveline Hasler
„Warum so traurig?“: Alexa Hennig von Lange
„Russendisko“: Wladimir Kaminer

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