Literaturherbst

Unsere literarische Reihe rund ums Buch und ums Lesen

Pisa war gestern! Seit 2004 engagiert sich die Stadthalle Tuttlingen mit einer eigenen Veranstaltungsreihe, die alljährlich im Oktober/November das Lesen in den Mittelpunkt des Interesses rückt: Der Tuttlinger Literaturherbst. Dazu laden wir für Sie an mehreren Abenden im Herbst interessante Autorinnen und Autoren mit ihren aktuellen Büchern ein oder veranstalten Programme zum Thema Literatur.

So wird Literatur zum Event ... und es wird jedem, nicht nur erklärten Bücherwürmern, klar, wie viel Freude und Genuss ein Buch bereiten kann.

Das Programm für 2018

Im Herbst 2018 laden wir Sie wieder zu unseren spannend-informativen Leseabenden ein. Das Programm für den "15. Tuttlinger Literaturherbst" in der Stadthalle Tuttlingen steht. Freuen Sie sich auf interessante, unterhaltsame, bekannte und weniger bekannte, manchmal auch skurril-komische Gäste und auf Leseabende, die Ihre Freude auf die Beschäftigung mit Büchern wecken oder weiter fördern!

2. Oktober 2018

HOMMAGE AN ROGER WILLEMSEN „Landschaften“
Ein Rezitationskonzert mit Texten von Roger Willemsen und Musik von Bach, Bartók, Ravel u.a., inszeniert von Julia Jentsch (Rezitation), Franziska Hölscher (Violine) und Lauma Skride (Klavier).

Roger Willemsen (†2016) hat dem „Tuttlinger Literaturherbst“ Sternstunden beschert. Anlass genug, an ihn zu erinnern – mit seinem letzten Projekt, das 2015 Premiere feierte und für das er eigene Texte zusammengestellt und gelesen hat, die sich auf unterschiedliche Weise mit „Landschaft“ auseinandersetzen. Die literarisch-musikalische Reise führt von Rumänien, über Bayern, Berlin und die Kreidefelsen von Rügen und die Schwäbische Alb zum Meer. Willemsens Texte, literarische Kabinettstückchen, vermitteln überraschende (An-) Sichten der besuchten Landschaften und Städte. Seinen Lesepart übernimmt die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Julia Jentsch.

Tickets gibt es hier.

10. Oktober 2018

ROBERT ZOSKE „Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose“
Ohne Hans Scholl hätte es die Weiße Rose nicht gegeben. Aber wie kam der 23-Jährige dazu, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren? Robert Zoske zeichnet auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten ein neues, faszinierendes Bild von einem jungen Mann, den der Heroismus des Nationalsozialismus ebenso anzog wie eine naturmystische Frömmigkeit, dessen Freiheitsdrang aber seine größte, kompromisslose Leidenschaft war. "Ganz leben oder gar nicht!", notierte Hans Scholl, und es ist erstaunlich, welche Erfahrungen sich in seinem kurzen Leben verdichten. Während er zum Fähnleinführer in der Hitlerjugend aufstieg, leitete er eine verbotene Jugendgruppe, die abenteuerliche Fahrten unternahm und verpönte Schriftsteller las. "Es lebe die Freiheit", waren seine letzten Worte, ehe er vor 75 Jahren mit seiner Schwester Sophie  von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde.

Tickets gibt es hier

12. Oktober 2018

FELIX HUBY „Heimatjahre“
Sein erfolgreicher autobiografischer Roman „Heimatjahre“ bildet die Grundlage für einen unterhaltsamen Gesprächsabend, in dem der gebürtige Tübinger und Wahl-Berliner Huby (bürgerlich Eberhard Hungerbühler) auf Redakteur Dieter Kleibauer trifft. Redakteur und Reporter, Texter in einer Werbeagentur, Chefredakteur der Warentestzeitschrift „DM“ und des „X-Magazins“, SPIEGEL-Korrespondent für Baden-Württemberg, Autor für die satirische Zeitschrift „Pardon“ und für Sachbücher, Kinderbücher und Kriminalromane war er, vor allem aber zählt er zu den produktivsten und erfolgreichsten deutschen Drehbuchautoren (u.a. „Tatort“, „Rosa Roth“, „Oh Gott, Herr Pfarrer“, „Ein Bayer auf Rügen“). Huby ist Träger zahlreicher, auch internationaler Auszeichnungen. Ein Mann, der einiges zu erzählen hat und den der Spaß am Schreiben antreibt, auch mit 80 Jahren noch ...

Karten gibt es hier.

16. Oktober 2018

ZUSZSA BÁNK „Schlafen werden wir später“
Was fangen wir noch an mit diesem Leben, jetzt, nachdem wir die halbe Strecke schon gegangen sind? Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt, die Lehrerin Johanna lebt allein in einem kleinen Ort im Schwarzwald. Eine lange Freundschaft verbindet sie, in E-Mails von großer Tiefe, Offenheit und Emotionalität halten sie engen Kontakt. Was ist gewesen in ihrem Leben – und was wird noch kommen? Zuszsa Bánks neuer Roman ist eine Feier der Freundschaft und des Lebens.

Zsuzsa Bánk, geboren 1965, arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend in Mainz und Washington Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur. Heute lebt sie als Autorin in Frankfurt am Main. Schon ihr Romandebüt „Der Schwimmer“ war vielfach preisgekrönt, es folgten Bestseller wie „Heißester Sommer“ oder „Die hellen Tage“.

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23. Oktober 2018

AXEL HACKE liest
Hacke liest – aber was liest er denn? Das lässt sich vorher nicht so genau sagen, denn Hackes Prinzip ist, alle seine Texte mit auf die Bühne zu bringen und erst im Laufe des Abends zu entscheiden, welche er vorträgt: Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest: „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen“. Aber dann? Vielleicht ein Stück aus „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“, in dem es in jener wunderbar leicht-verspielten Weise, die allen Hacke-Büchern eigen ist, um nicht weniger als den Sinn des Lebens geht? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische  Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte

Karten gibt es hier

14. November 2018

OLIVER BOTTINI „Der Tod in den stillen Winkeln“
Der Träger des Deutschen Krimi Preises 2018 und Preisträger der Heinrich Böll Stiftung für den besten politischen Kriminalroman 2018 führt vier Jahre zurück nach Temeswar/Rumänien: Eine junge Deutsche wird brutal ermordet. Ausgerechnet Kripo-Kommissar Ioan Cozma, der längst alle Ambitionen aufgegeben hat, soll ermitteln. Seine Vorgesetzten machen Druck – dem Vater der Toten gehört ein landwirtschaftlicher Großbetrieb. Bald scheint der Fall gelöst: Mord im Affekt, der Täter ein verschwundener junger Feldarbeiter. Aber ist  es wirklich so einfach? Die Suche nach dem Verdächtigen führt Cozma in die Heimat der Ermordeten, Mecklenburg-Vorpommern. Erst dort begreift er, dass er selbst an den Fäden eines unbekannten Strippenziehers hängt, der ihn zu zerstören droht. Und stößt auf einen weiteren Toten ...

Karten gibt es hier