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Die Honberg-Sommer-Umfrage

12.04.2017
 

Die große Onlinebefragung zum Honberg-Sommer ist ausgewertet. Hier sind die Ergebnisse ...


Der Honberg-Sommer, unser Festival in der Burgruine, bekommt von seinen Besuchern ganz überwiegend sehr gute Noten. Und: Das Programm im Festivalzelt ist für viele, genauer für 72% der Festivalgänger das Wichtigste am Honberg-Sommer, gefolgt von der Atmosphäre (die ist 35% besonders wichtig) und vom Biergarten (32%). Programm-Highlight 2016 war für die knapp 24% Milow (Foto, vor The Hooters und Dieter Thomas Kuhn), „all time favourite“ ist Mark Forster vor Foreigner, Andreas Bourani, Joe Bonamassa und Roger Hodgson. Das sind nur einige Ergebnisse einer breit angelegten Befragung, die wir zum Festival 2016 durchgeführt haben. „Eines der besten Festivals im Süden“, dieses Fazit zogen gleich mehrere Teilnehmer der Umfrage.

Mit 56 Fragen auf 19 DIN A4 Seiten haben wir den Umfrageteilnehmern sehr viel "zugemutet“. Aber immerhin über 400 Teilnehmer füllten die Online-Befragung vollständig aus. Jetzt wurde sie ausgewertet. Fürs Festival bringt sie ganz überwiegend positive Kritik, dazu einige Anregungen, über die wir ganz sicher nachdenken werden, und Ergebnisse, aus denen wir entsprechende Schlüsse ziehen werden - manche schon zum diesjährigen Festival.

Der Honberg-Sommer hat ein treues Publikum, muss allerdings darauf achten, „Nachwuchspublikum“ in ausreichender Zahl an sich zu binden. Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer kennt den Honberg-Sommer seit der Premiere, nur 10% der Befragten seit weniger als fünf Jahren. Die Zahl der Erstbesucher, die die Umfrage komplett ausfüllten, lag 2016 bei nur etwas über 3 %. 

Wie erfährt man vom Festival? Wie informieren sich die Besucher darüber?

Freuen dürften sich die Medienpartner: Jeder zweite Besucher informiert sich übers Festival in der Tageszeitung (Schwäbische Zeitung mit Gränzbote/Heuberger Bote und Trossinger Zeitung), immerhin fast jeder vierte über Radio 7. Enorm wichtig, um die Besucher zu erreichen, bleibt auch die ganz klassische Plakatwerbung: 50% der Befragten gaben an, vom Festival bzw. das besuchte Konzert über ein Plakat erfahren zu haben, 42% nannten hier die Printprodukte (Flyer, Festivalmagazin, Programmheft) zum Honberg-Sommer. Daneben hat die Bedeutung der Online-Medien erheblich zugenommen:  Über 78% informieren sich über die Festival-Homepage (die fast jeder Festivalbesucher kennt), 45% über facebook und jeder Dritte hat den kostenlosen Festival-Newsletter abonniert. Das Infoangebot über die neuen Medien haben wir in den letzten Jahren erheblich ausgebaut - und das scheint sich auszuzahlen. Fast 5.000 Abonnenten zählen wir mittlerweile beim Newsletter. Anregungen wie „mehr Backstageberichte“, „mehr Ticketverlosungen“ oder „mehr Videos mit bzw. von Künstlern“ wollen wir nach Möglichkeit aufnehmen.

Der Weg zum Festival

Zwar reisen – wenig überraschend - die weitaus meisten Festivalgäste mit dem Auto nach Tuttlingen (63%, nur 11% nutzen den ÖPNV), aber 42% der Honberg-Sommer-Gäste steigen dann auf den Shuttlebus zum Festivalgelände um – was gleichzeitig bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Gäste den Honberg zu Fuß erklimmt. Erfreulich: Das Angebot von TUTicket ist 96% der Besucher bekannt! Weniger erfreulich dagegen: Die ausgeschilderten Parkhäuser nutzen nur 17%, vorwiegend auswärtige Festivalgänger, während Ortskundige fast in gleicher Zahl im Bereich des neuen Friedhofs und der Stockacher Straße parken – mit möglichst kurzem Weg zum Honberg.

Tickets und Programm

Sein Ticket kauft sich fast jeder Zweite über die Ticketbox, 35% besorgen sich die Karten mittlerweile online, knapp 5% drucken sie sich gleich per print@home zuhause aus. Jeweils knapp 40% besuchen entweder eine oder bis zu fünf Veranstaltungen (übrigens zu angemessenen oder vergleichsweise günstigen Eintrittspreisen, finden über 70% der Gäste). Auch das spricht dafür, dass der Programm-Mix ankommt. Für viele Konzertgänger geht bereits 2017 ein Wunsch in Erfüllung: Mehr Rockkonzerte im Programm. Gotthard, das war der am meisten geäußerte Bandwunsch. Leider hat’s trotz intensiver Bemühungen für dieses Jahr noch nicht geklappt, aber u.a. mit Kansas oder der Kenny Wayne Shepherd Band bedienen wir diese Klientel ja erstklassig.

Das Rahmenprogramm: Musik im Biergarten und Programm für die Kleinen

Die Biergartenkonzerte (hier war die Tuttlinger Band „Bowmore’s RockN’Blues Desaster“ absoluter Publikumsliebling) hört sich zwar nur etwa jeder Dritte an, 85% empfinden sie aber als schönen Gratisservice, während sich 7% eher davon gestört fühlen. Eigenes Publikum ziehen die Gratiskonzerte im Biergarten kaum an, dennoch werden wir daran festhalten, auch weil das für viele Bands eine tolle Chance ist, live vor Publikum zu spielen. Anders sieht das beim Kinderprogramm aus, für das sich nur knapp 10% der Teilnehmer interessieren. 78% davon wiederrum nutzen das Programm nur am Wochenende. Schon 2017 wird sich das Kinderprogramm testweise stärker an den Ergebnissen der Umfrage ausrichten. Das bedeutet konkret: Die Kinderprogramme von Montag bis Mittwoch entfallen. Dafür wird das Programm ab Donnerstag und übers Wochenende ausgeweitet. Mit Tom & Rodscha hat man wieder Stars der Kinderliederszene engagiert und die Publikumslieblinge 2016, das Freiburger Spielmobil und der Zirkus Liberta, kommen auch wieder. 

Liebe geht durch den Magen: Die Festivalgastronomie

Kaum ein Besucher auf dem Honberg nutzt nicht auch das gastronomische Angebot: Gerade mal 1,8% der Festivalgänger schauen sich das Programm an, ohne auf dem Berg zu essen oder zu trinken. Viele kommen auch nur wegen der Gastronomie auf den Berg und schauen sich keine Veranstaltungen an. Und 84% verteilen gute oder sehr gute Noten an die Gastronomen (nur 1 von 100 Gästen schmeckte nicht, was er auf dem Teller oder im Glas hatte). Trotzdem wurde am Angebot das eine oder andere bemängelt: So fehlt für viele das legendäre Honberg-Raclette, vielfach wurden auch eine breitere Auswahl an „kleineren Speisen“ oder vegetarische Angebote gewünscht. Anders als bei Qualität und Service (78% gut oder sehr gut) empfinden doch einige Besucher das Preisniveau, v.a. bei Cocktails und Wein als „eher“ (32%) oder „deutlich“ zu hoch (9%). Gastrohighlights waren für die meisten Teilnehmer der Umfrage 2016 der Flammkuchenstand und die Rollende Crêperie. Den Bedienservice im Biergarten schätzt knapp über die Hälfte der Besucher. Gemeinsam mit der HoSo Gastro GmbH und unserem Brauereipartner, der Hirschbrauerei Honer aus Wurmlingen, feilen wir  an behutsamen Änderungen der Gastrokonzeption, die wir schon im Juli umsetzen möchten. Seien Sie gespannt ...